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Di Fausto, Annette [difausto] - 02. Mai 2014, 13:30

Cäsarenhals

http://spassmitdiphtherie.wordpress.com
Als Cäsarenhals wird der ödematös geschwollene Hals bei toxischer Diphtherie bezeichnet.
Diphtherie
Die Diphtherie gehörte früher zu den großen Seuchen mit hoher Mortalität.
- Übertragung durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt.
- Inkubationszeit 3-5 Tage.
Durch die aktive Impfung im 2. Lebensjahr (DTP-lmpfstofT) ist die Diphtherie sehr selten geworden, kommt jedoch endemisch immer noch vor bei Impfgegnern.

Das Diphtherietoxin ist ein Exotoxin und es ist für viele Zellen tödlich.

Beginn mit leichteren Hals- und Schluckschmerzen und Fieber bis 39 Grad C. Zu Beginn sind die Tonsillen gerötet und geschwollen.
Später bilden sich festsitzende, dicke, weißlich-graue oder bräunliche Beläge, sogenannte Pseudomembranen, die nicht abwischbar sind.
Die Entzündungen werden geschwürig und strömen einen süßlichen Geruch aus.

Stark vergrößerte, harte und schmerzhafte Hals-Lymphknoten können bis zum sogenannten Cäsarenhals führen.

Es besteht Erstickungsgefahr bei einer deszendierenden Kehlkopfdiphtherie - Laryngotracheitis =„Croup

Es kann zu einer toxischen Myokarditis kommen.
Auch Enzephalitis, Hirnabszesse und Nephritis kommen vor.

Verbrauchskoagulopathie kommt bei schweren Verläufen vor, sowie massive Ödembildung (Cäsarenhals).

Spätschäden:
toxische Mono- oder Polyneuritis mit Gaumensegel- oder Augenmuskellähmung, Glossopharyngeus- oder Rekurrensparesen und Zwerchfelllähmung.

Die Letalität ist hoch.

Wie kommt es zu diesem Namen?

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ANero_charity.jpg
Der Cäsarenhals heißt auch collum proconsulare (ein Prokonsul war ein Statthalter) und es bezieht sich darauf, dass die römischen Kaiser häufig übergewichtig und aufgeschwommen waren, weil sie sich der Völlerei hingaben. Einer dieser Kaiser war Nero, von welchem hier eine Abbildung auf einer Münze zu sehen ist.

Friedrich Just Riedel schrieb in einem seiner Briefe über die Physiognomik:
Nero sah einer Sau ähnlicher als einem Menschen.
Epon, ein eifriger Forscher des Altertums entnahm das den Münzen, die es von Nero gab.
Neros Neigungen waren ganz natürlich auf seinem Gesichte abgemalt, denn er hatte kleine, fettumwachsene Augen, Kinn und Gaum dick aneinander, dicken Hals, dicken Bauch und dünne Waden.
Mit all diesem sah er einer Sau gleich, deren Lebensart er durch die seinige ziemlich kopierte.
Auch war sein Kinn ein wenig erhoben, welches seine Grausamkeit anzeigte.

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